Schule

Erste Anregung für eine Linzer Waldorfschule Der Papierfabrikant von Trierenberg fragte in den frühen 70er-Jahren beim anthroposophischen Zweig an, ob sie sich vorstellen könnten eine Waldorf­schule zu gründen. Er wollte sein Kind auf eine Waldorfschule in Linz schicken. Zu dieser Zeit wagte noch niemand den ersten Schritt. Doch diese Anfrage war Grundlage für den weiteren Weg. Durch die Übersiedelung von Trierenberg nach Wien, ging sein Kind auf die Waldorfschule Wien Mauer und  somit konnte er den Werdegang der Linzer Waldorfschule nicht mitverfolgen.

Die Entstehung der Freien Waldorfschule Linz

Die Linzer Waldorfschule entstand in einem sieben Jahre dauernden Prozess. Es gab im Zeitraum von 1970 – 1977 drei Gründungsphasen. Erst mit der dritten Phase begann der reguläre Unterricht in zwei Klassen.

Phase 1: Ab 1970 gab es für Schul- und Vorschulkinder einen künstlerischen Ausgleichsunterricht, der einmal in der Woche in den Räumen der Anthroposo­phischen Gesellschaft in der Linzer Hopfengasse stattfand. 8 Vorschul- und 7 Schulkinder konnten bereits an einem Eurythmie- und Malunterricht teilnehmen.

Die Arbeit im Ausgleichsunterricht wurde in den folgenden Jahren gefestigt. 1974 konnte die Zahl der Mitarbeiter auf fünf erhöht werden und damit war die Möglichkeit gegeben, auch das Puppenspiel anzubieten.

Die Veranstaltungen fanden unter dem Namen „Rudolf Steiner Schulverein Wien, Geschäftsstelle Linz, Südtirolerstraße 16“ statt.

Heute finden Sie unter dieser Adresse das Ita Wegmann Therapeutikum.

Phase 2 Es bildete sich ein "pädagogischer Initiativkreis", indem sich künftige Kindergarten- und Schulgründer als Kollegium, Eltern und fördernde Vereinsmitglieder regelmäßig zusammenfanden.

In dieser Phase erweiterte sich der Ausgleichsunterricht stetig. Viele Kinder und Mitarbeiter kamen hinzu, dies machte räumliche Veränderungen notwendig. Die Gemeinschaft zog in die Räume des heilpädagogischen Kindergartens in die Linzer Humboldtstraße. Die Kinder konnten dort schon in drei Gruppen betreut werden.

Grundsätzlich wurde das Nass-in-Nass-Malen gepflegt, erweitert wurde das Angebot durch Erzählungen, Reigen und Spiele.

In diesem Zeitraum wurde auch an den Statuten gearbeitet, die dann 1976 eingereicht wurden.

Neun Menschen waren bereit, die Arbeiten für die Schulgründung zu tragen.

Die Schulgründung fand dann am 11.09.1977 statt.

Die Schule begann mit einer 1. und 2. Klasse mit insgesamt 25 Schülern. Es unterrichteten zwei Klassenlehrer, ein Eurythmielehrer, ein Russischlehrer und die Religionslehrer.

 

Die Schulentwicklung von 1977 bis heute

Die Adresse für die ersten Schüler war eine Wohnung in der Kapellenstraße 7, Linz-Urfahr. Im Anschluss daran war die Schule vier Jahre im Teistlergut, Linz-Urfahr, beheimatet. Heute ist im ehemaligen Teistlergut noch der Waldorfkin­dergarten Nord zu finden.

Um 1980 zählte die Schule 90 Schüler und jedes weitere Jahr kamen ca. 20 Schüler dazu. Da die Klassen jährlich wuchsen, reichten die Räume nicht mehr aus und 1982 wurde wieder einmal umgezogen – auf die Spittelwiese in die ehemalige Stifter­schule.

In der Zwischenzeit erreichte die Gründungsklasse mit über 30 Schülern die 8.Klasse und die Planung der Oberstufe begann. Die Schule erlangte in dieser Zeit auch das Öffentlichkeitsrecht.

Wieder wurden die Räumlichkeiten zu klein und auch die Miete zu teuer. So wurde im 9. Schuljahr in der ehemaligen Baumbachschule, Baumbachstraße 11, schlussendlich der fixe Standort für die Waldorfschule Linz gefunden und bezogen.

Derzeit besuchen 250 SchülerInnen die Schule. 180 Familien und 50 LehrerInnen (inkl. Maturajahrgang) sind für den laufenden Betrieb der Schule gemeinsam verantwortlich.