Wo Kinder noch Kinder sein dürfen

Kind zu sein bedarf es wenig.
Und wer Kind war wird ein König.

Im freien Spielen zeigt uns das Kind sein Wesen. Beim Spiel erfährt und bildet es sich selbst und im Spiel erobert es die Welt. Die Kinder verbinden ihr Erleben intensiv mit dem Tun, bleiben bei einem Spiel, hören bei Geschichten zu, malen Bilder. Kinder lassen sich ein auf das, was ihnen begegnet. Sie formen ihr Spiel, nach dem was in ihrem Inneren lebt. Durch das freie Spiel können sie ihre Fantasie selbstständig entfalten. Dieses freie, innige Spiel braucht Raum und Zeit, braucht Muße. In unserem Kindergarten schaffen wir dafür einen Freiraum.

Eine liebevolle, wertschätzende Beziehung zwischen PädagogInnen und Kindern ermöglicht es uns auf die Bedürfnisse jedes Kindes individuell einzugehen.

Das ist uns wichtig.

Die drei Säulen der Waldorfpädagogik nach Rudolf Steiner

Lernen durch Nachahmung

Im Waldorfkindergarten schaffen wir eine Umgebung, in der das Kind schöpferisch nachgestalten kann. Die Tätigkeiten der PädagogInnen sind unmittelbar aus dem Leben gegriffen und nicht ausgedacht. Bei uns im Kindergarten wird gekocht, geschnitzt, repariert. Die Arbeitsabläufe sind durchschaubar und werden mit Konzentration und Hingabe durchgeführt.

Und die Kinder? Die Kinder wollen einerseits am echten Leben teilhaben und helfen mit. Andererseits greifen sie diese Tätigkeiten auf und verwandeln sie fantasievoll im Spiel. So werden Intelligenz und Verständnis natürlich geweckt. Durch die altersgemischten Gruppen lernen die Kinder voneinander.

Getragen im Rhythmus

Rhythmus gibt den Kindern Sicherheit, innere Ruhe, ist Orientierungshilfe im Verstehen und fördert eine gesunde körperliche Entwicklung. Die Wiederholung ermöglicht ein Lernen ohne intellektuelle Überforderung, gibt Geborgenheit durch das Wiedererkennen und kräftigt das Urvertrauen. Tag, Woche und Jahr haben im Waldorfkindergarten eine rhythmische Ordnung. Lieder, Sprüche, Reigen und Geschichten werden über einen längeren Zeitraum wiederholt. Diese wiederkehrenden Tätigkeiten, Spiele und Feste kann das Kind immer wieder neu erfahren und vertiefen.

Die Welt erleben

Kinder lernen mit ihren Sinnen. Sie fühlen, schmecken, sehen, be-greifen, riechen und hören ihre Welt. Viele Eindrücke werden ungefiltert aufgenommen. Diese prägen und formen die körperliche Entwicklung. Sie legen auch die Basis für die weitere innere Ausgestaltung des Kindes. Gerade in den ersten sieben Lebensjahren sind Kinder offen für jede Art von Eindrücken. Sie haben sich noch ihre natürliche Empfindsamkeit, ihren Sinn für Ästhetik und die Gabe, die Wahrheit hinter den Dingen zu erkennen bewahrt.

 

Das Spielzeug ist einfach, natürlich und nur andeutend in der Formgebung, um der kindlichen Fantasie freien Lauf zu lassen. Bei uns im Kindergarten verbringen die Kinder jeden Tag Zeit im Freien, in unserem großen Naturgarten oder im nahegelegenen Wald. Dabei erleben sie die Jahreszeiten mit allen Sinnen.