Leitbild

LEBENSNAH UND FANTASIEVOLL

Waldorf-Kindergartenpädagogik Vorbild und Nachahmung

Die Kindergärtnerinnen sind durch ihr Tun (Kochen, Nähen, Stricken, Schnitzen...) Vorbild. Dadurch wird die Phantasie der Kinder angeregt. Die Tätigkeiten, die die Erwachsenen im Kindergarten verrichten, sind unmittelbar aus dem Leben gegriffen und nicht ausgedacht. Durch Erleben und Tun werden Intelligenz und Verstehen geweckt. Das Kind greift die Arbeit des Erwachsenen nachahmend auf und verwandelt es in phantsievolles Spiel. Phantasiekräfte werden später Gedankenkräfte.

Rhythmus und Wiederholung

Die Entwicklung und das Wachsen unserer Kinder braucht Zeit und Rhythmus. Zu frühzeitiges Beanspruchen von intellektuellem Denken ziehen dem Kind Wachstumskräfte ab. Lieder, Sprüche, Reigen und Geschichten werden über einen längeren Zeitraum wiederholt. Tag, Woche und Jahr haben eine rhythmische Ordnung. Die wiederkehrenden Tätigkeiten, Spiele und Feste kann das Kind seinem Entwicklungsstand gemäß jeweils neu erfahren und vertiefen. Der Jahresrhythmus wird besonders im Reigenspiel und in Liedern aufgegriffen. Dieser Rhythmus gibt unseren Kindern eine innere Ruhe und fördert eine gesunde körperliche Entwicklung.

Phantasieförderung und Sinnespflege

Wir in der Waldorfpädagogik sagen: "Vor dem Zahnwechsel ist das Kind ganz Sinnesorgan." Das Spielzeug, welches wir anbieten, ist in der Formgebung einfach und oftmals nur angedeutet, um die kindliche Phantasie anzuregen. Natürliche Materialen werden bevorzugt, um unseren Kindern vielfältige und unterschiedliche Tasterfahrungen zu ermöglichen. Wir bieten unseren Kindern täglich Möglichkeiten zur Bewegung und Begegnung mit den Elementen. Die Sinneserfahrungen verbinden unsere Kinder mit der Welt und bilden die Grundlage für das Vertrauen und für ein intellektuelles Erfassen physischer Gesetzmäßigkeiten im späteren Lebensalter.