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Dein Kind sei so frei es immer kann. 
Lass es gehen und hören, finden und fallen, aufstehen und irren.

Johann Heinrich Pestalozzi


ULRIKE HUBER

Was kann die Aufgabe einer Kinderpädagogin sein?
Ich sehe sie darin, größtmögliche Aufmerksamkeit im Erkennen des Kindes und die Bereitschaft geistesgegenwärtig der lebenspraktischen Alltagssituation angemessen zu handeln.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass der aufmerksam Erkennende und geistesgegenwärtig Handelnde seine Individualität, sein Mensch-Sein, dass woran er geistig arbeitet, dass was er aus sich gemacht hat, dem Kind gegenüberstellt.

Die Wirklichkeit eines Kindergartenalltages ist nicht planbar und durch die besten Konzepte nicht zu berwerkstelligen, sie muss täglich neu gegriffen und mit den Kindern erarbeitet werden. Dieses Erarbeiten vollzieht sich in einem lebendigen vom Prinzip Spielen getragenen Atemprozess.

Nur in dem wechselseitigen Ein- und Ausatmen bekommt das Kind seine seelische und geistige Nahrung, die es befähigt sich zu dem gesunden allgemein Menschlichen zu entwicklen.Das dieser Atemprozess aber nicht nur in der Kinderzeit wesentlich ist, betrachte ich als selbstverständlich.  

 

 

 


BIRGIT KITZMÜLLER

Es gibt nichts Schöneres, als wenn Kinder lachen, sich freuen, staunen in  der Natur, beim zuhören von Märchenerzählungen oder beim Puppenspiel. Diese Fähigkeit der Welt offenen Herzens zu begegnen ist die Lernfähigkeit des jungen Kindes. So können nur Kinder staunen! Mir ist es ein Anliegen, Kindern schöne Erinnerungen ins Herz zu legen, ihnen mit Aufmerksamkeit und Liebe zu begegnen, sie in Enttäuschungen ermutigen und sie bei Traurigkeit zu trösten. So erwerben sie Widerstandskräfte, um später den Widrigkeiten des Lebens zu trotzen. Was in Kinder an Schönem hineingelegt wird, bleibt als großer Schatz erhalten!

Wir PädagogInnen stehen heute vor ganz neuen Aufgaben. Die Welt des Kindes unterliegt immer schneller werdenden Entwicklungsprozessen. Mit medizinischem Wissen, neuen psychologischen Kenntnissen, veränderten Familienstrukturen und den daraus resultierenden Anforderungen der Eltern müssen wir uns intensiv auseinandersetzen.

Dazu gehört vor allem Engagement und Freude an der Arbeit mit Kindern. Gefordert sind Einfühlungsvermögen, konstruktive Konfliktfähigkeit sowie Selbstreflexionsbereitschaft, um Werte und Fähigkeiten, sowie Fertigkeiten an Kinder weiter zu vermitteln.

Weil Kinder am meisten durch Nachahmung lernen, steht an aller erster Stelle die Vorbildfunktion, als PädagogInnen sind wir gefordert in authentischen Handlungen den Kindern allgemein menschliche Fähigkeiten zu vermitteln. 

 

 

 


HEIKE HUEMER

"Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen" – so lautet ein Sprichwort aus dem Jahre 1690. In der heutigen immer schneller werdenden Zeit liegt es mir am Herzen, den jungen Kindern den Wert des Essens nahe zu legen.Essen ist hierbei eben nicht nur Nahrungsaufnahme:

Alle Speisen werden frisch zubereitet – eine Anregung aller Sinne (z.B. wenn die Düfte durch den Raum ziehen…..).

Soziales Miteinander durch gemeinsames Essen – alle sitzen gemeinsam am Tisch, wir sprechen oft über Zutaten und Zubereitung der Mahlzeiten – und über andere Dinge, die uns bewegen – Kinder als auch Erwachsene.

Durch den täglich gleichen Ablauf kennen wir uns aus! Es gibt für mich persönlich nichts Schöneres, als wenn es gut schmeckt und ich viel kochen darf!

 

 

 


Wachsen kann ich da

wo jemand mit Freude auf mich wartet,
wo ich Fehler machen darf, 
wo ich Raum zum Träumen habe,
wo ich meine Füße ausstrecken kann, 
wo ich gestreichelt werde,
wo ich geradeaus reden kann, 
wo ich laut singen darf,
wo immer ein Platz für mich ist, 
wo ich ohne Maske herumlaufen kann,
wo einer meine Sorgen anhört, 
wo ich still sein darf,
wo ich ernst genommen werde, 
wo jemand meine Freude teilt,
wo ich auch mal nichts tun darf, 
wo mir im Leid Trost zuteil wird,
wo ich Wurzeln schlagen kann,
wo ich leben kann!

Unbekannter Autor