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Dein Kind sei so frei es immer kann. 
Lass es gehen und hören, finden und fallen, aufstehen und irren.

Johann Heinrich Pestalozzi


ULRIKE HUBER

Was kann die Aufgabe einer Kinderpädagogin sein?
Ich sehe sie darin, größtmögliche Aufmerksamkeit im Erkennen des Kindes und die Bereitschaft geistesgegenwärtig der lebenspraktischen Alltagssituation angemessen zu handeln.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass der aufmerksam Erkennende und geistesgegenwärtig Handelnde seine Individualität, sein Mensch-Sein, das woran er geistig arbeitet, das was er aus sich gemacht hat, dem Kind gegenüberstellt.

Die Wirklichkeit eines Kindergartenalltages ist nicht planbar und durch die besten Konzepte nicht zu berwerkstelligen, sie muss täglich neu gegriffen und mit den Kindern erarbeitet werden. Dieses Erarbeiten vollzieht sich in einem lebendigen vom Prinzip Spielen getragenen Atemprozess.

Nur in dem wechselseitigen Ein- und Ausatmen bekommt das Kind seine seelische und geistige Nahrung, die es befähigt sich zu dem gesunden allgemein Menschlichen zu entwickeln. Dass dieser Atemprozess aber nicht nur in der Kinderzeit wesentlich ist, betrachte ich als selbstverständlich.  

 

 

 


 


HEIKE HUEMER

"Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen" – so lautet ein Sprichwort aus dem Jahre 1690. In der heutigen immer schneller werdenden Zeit liegt es mir am Herzen, den jungen Kindern den Wert des Essens nahe zu legen.Essen ist hierbei eben nicht nur Nahrungsaufnahme:

Alle Speisen werden frisch zubereitet – eine Anregung aller Sinne (z.B. wenn die Düfte durch den Raum ziehen…..).

Soziales Miteinander durch gemeinsames Essen – alle sitzen gemeinsam am Tisch, wir sprechen oft über Zutaten und Zubereitung der Mahlzeiten – und über andere Dinge, die uns bewegen – Kinder als auch Erwachsene.

Durch den täglich gleichen Ablauf kennen wir uns aus! Es gibt für mich persönlich nichts Schöneres, als wenn es gut schmeckt und ich viel kochen darf!

 

 

 


Wachsen kann ich da

wo jemand mit Freude auf mich wartet,
wo ich Fehler machen darf, 
wo ich Raum zum Träumen habe,
wo ich meine Füße ausstrecken kann, 
wo ich gestreichelt werde,
wo ich geradeaus reden kann, 
wo ich laut singen darf,
wo immer ein Platz für mich ist, 
wo ich ohne Maske herumlaufen kann,
wo einer meine Sorgen anhört, 
wo ich still sein darf,
wo ich ernst genommen werde, 
wo jemand meine Freude teilt,
wo ich auch mal nichts tun darf, 
wo mir im Leid Trost zuteil wird,
wo ich Wurzeln schlagen kann,
wo ich leben kann!

Unbekannter Autor