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ULRIKE HUBER

Was kann die Aufgabe einer Kinderpädagogin sein?
Ich sehe sie darin, größtmögliche Aufmerksamkeit im Erkennen des Kindes und die Bereitschaft geistesgegenwärtig in der lebenspraktischen Alltagssituation zu handeln.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Erwachsene, sein Mensch-Sein, das woran er geistig arbeitet, das was er aus sich gemacht hat, dem Kind gegenüberstellt.

Die Wirklichkeit eines Kindergartenalltages ist nicht planbar und muss täglich neu gegriffen und mit den Kindern erarbeitet und gestaltet werden. Dieses Erarbeiten und Gestalten vollzieht sich in einem lebendigen, vom Prinzip „Spielen“ getragenem Prozess. Dieses Spiel vollzieht sich zwischen den freien von Phantasie geführten Tätigkeiten des Kindes im Innen- und Außenbereich und den vom Erwachsenen gestalteten und geführten Angeboten in Form des Morgenkreises, des Reigens und der mittels Handpuppen erzählten Bild–Geschichten.

Dieses lebendige Prinzip „Spielen“ kann auch als ein sensibler Atemprozess aufgefasst werden, durch den das Kind seine seelische und geistige Nahrung bekommt, die es befähigt, sich zu dem gesunden allgemein Menschlichen zu entwickeln.

 





HEIKE HUEMER

"Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen" – so lautet ein Sprichwort aus dem Jahre 1690. In der heutigen immer schneller werdenden Zeit liegt es mir am Herzen, den jungen Kindern den Wert des Essens nahe zu legen. Essen ist hierbei eben nicht nur Nahrungsaufnahme:

Alle Speisen werden frisch zubereitet – eine Anregung aller Sinne (z.B. wenn die Düfte durch den Raum ziehen…..).

Soziales Miteinander durch gemeinsames Essen – alle sitzen gemeinsam am Tisch, wir sprechen oft über Zutaten und Zubereitung der Mahlzeiten – und über andere Dinge, die uns bewegen – Kinder als auch Erwachsene.

Durch den täglich gleichen Ablauf kennen wir uns aus! Es gibt für mich persönlich nichts Schöneres, als wenn es gut schmeckt und ich viel kochen darf!

 

 

 

 

 


Wachsen kann ich da

wo jemand mit Freude auf mich wartet,
wo ich Fehler machen darf, 
wo ich Raum zum Träumen habe,
wo ich meine Füße ausstrecken kann, 
wo ich gestreichelt werde,
wo ich geradeaus reden kann, 
wo ich laut singen darf,
wo immer ein Platz für mich ist, 
wo ich ohne Maske herumlaufen kann,
wo einer meine Sorgen anhört, 
wo ich still sein darf,
wo ich ernst genommen werde, 
wo jemand meine Freude teilt,
wo ich auch mal nichts tun darf, 
wo mir im Leid Trost zuteil wird,
wo ich Wurzeln schlagen kann,
wo ich leben kann!

Unbekannter Autor